ANDROMEDA

 

         „Anwendung Drohnen-basierter Luftbilder –   

  Mosaikierung, Entzerrung und Daten-Auswertung“

                                                         

                                         

                             Ziel des ANDROMEDA-Projektes

 

 

Das ANDROMEDA-Projekt ist ein Verbundforschungsprojekt von mehreren

Forschungseinrichtungen und Firmen. Im Projekt wird eine komplexe Prozesskette

entwickelt, die sich von der Erfassung der Luftbilder mit Hilfe der Drohne bis zur

automatisierten Auswertung der Bilddaten für die Erfassung von raumbezogenen

Informationen erstreckt. Das Bildmaterial wird von unbemannten, selbstständig

fliegenden Kleinstflugzeugen (Drohnen) erfasst.

 

Im Rahmen der Prozesskette sollen die aufgezeichneten Bilddaten aufbereitet werden.

Dabei werden zuerst Standardprodukte wie georeferenzierte Luftbilder bzw. Orthobilder

sowie die Zusammenfassung dieser zu einem Bildmosaik erstellt.

 

Speziell auf Anforderungen von Nutzern sollen konkrete Dienstleistungen und Geo-

informationsprodukte entwickelt werden, die auf weitgehend automatisierten

Klassifikationsverfahren beruhen und die gesuchten Objekte oder Prozesse abgrenzen

und sichtbar machen.

 

                      beipiel_bild.JPG

                                                               Bildbeispiel

 

                                      Vorteile des Systems

 

Der Einsatz einer Drohne für die Erfassung von Bilddaten ermöglicht eine flexible und

kurzfristige Einsatzplanung und damit eine schnelle Bereitstellung der Bildprodukte.

Durch die niedrige Flughöhe sind auch bei Wolkenbedeckung Befliegungen möglich.

 

Durch die Prozesskette soll sichergestellt werden, dass auch die Ergebnisse dem

Nutzer in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden können.

 

Das Verfahren zeigt speziell bei kleinen Befliegungsgebieten seine Vorteile, wo schnell

und kostengünstig die Produkte geliefert werden können.

 

                     Beispiel_Auswertung.JPG

                 Beispiel einer forstlichen Anwendung (Baumkronenerfassung)

 

 

                                Minidrohnensystem Carolo 200

 

Das Minidrohnensystem Carolo P 200 ist Hightech auf kleinstem Raum. Das Fluggerät

mit einem Startgewicht von 6 kg und einer Spannweite von 2 m wird mit einem

Elektromotor angetrieben. Die mitgeführten Akkumulatoren ermöglichen bei einer

maximalen Flugzeit von ca. 60 Minuten und einer Reisegeschwindigkeit von ca. 20 m/s

(ca. 70 km/h) den Transport einer Nutzlast (z.B. einer Kamera) bis 0,8 kg.

 

Das Drohnensystem ist mit einem leichten Autopilotensystem und einer Funk-

verbindung zur Bodenstation ausgerüstet. Das System ist flexibel einsetzbar und bietet

eine sehr kostengünstige Möglichkeit, effektive Fotoaufklärung zu betreiben. 

 

Mittels mikromechanischer Sensoren und Satellitennavigation findet das Fluggerät

selbstständig seinen Weg am Himmel. Diese Informationen werden gespeichert und

können für die Lagebestimmung der erfassten Bilddaten verwendet werden.

 

 

                     Carolo_P200.JPG

                                                   Carolo P200

 

                                        Bodenstation und Bahnführung

 

Die Bodenstation, bestehend aus einem Laptop mit einer eigens entwickelten PC-

Software sowie einem Funkmodem, stellt die Schnittstelle des Gesamtsystems zum

Benutzer dar. Auf einer digitalen Landkarte können durch wenige Mausklicks Weg-

punkte gesetzt und anschließend zum Fluggerät übertragen werden. Darüber hinaus

können die wichtigsten Parameter des Fluges wie Position, Flughöhe, Flug-

geschwindigkeit und Systemstatus in Echtzeit am Boden verfolgt werden. Durch

Verschieben der Wegpunkte kann die Mission dabei jederzeit vom Benutzer dynamisch

angepasst werden.

 

                     cockpit.JPG

                     Bodenstation mit Spline-Bahnführung und Flight-Display

 

 

Durch die Spline basierte Bahnführung wird sichergestellt, dass eine Mission wie

geplant durchgeführt wird. Im Gegensatz zu Punkt basierten Verfahren, bei denen der

genaue Flugweg zwischen den Wegpunkten nicht festgelegt wird, wird bei diesem

Verfahren auf dem Spline (der auch gerade sein kann) geflogen. Schon bei der Flug-

planung kann festgestellt werden, ob die geplante Flugroute auch tatsächlich beflogen

werden kann.

 

 

                                                        Projektpartner

 

Das Verbundforschungsprojekt ANDROMEDA wird gegenwärtig von drei Forschungs-

einrichtungen und vier gewerblichen Partner in enger Kooperation durchgeführt.

 

Neben den Projektpartnern besteht ein Nutzerkreis, der auf die Produktentwicklung

einwirkt. Dieser Nutzerkreis kann für weitere Nutzer erweitert werden.

 

 

                                                             Förderung

 

Das Verbundforschungsprojekt ANDROMEDA wird im Rahmen des Programms

„Förderung von innovativen Netzwerken (InnoNET)"  des

Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert

(Förderkennzeichen NET0513).